Top 10 bienenfreundliche Pflanzen – Die Bienen-Wellness-Oase

Mich interessiert das Geschwafel nicht, ich möchte gleich direkt zur “bienenfreundliche Pflanzen” Liste. Wenn wir an Bienen denken, denken wir automatisch an Honig und all die Produkte (z.B. Bienenwachstücher, Wachswickel oder auch Sonnencreme), die aus dieser köstlich süssen und würzigen Zutat hergestellt werden. Aber es gibt noch viel mehr Gründe, den Bienen dankbar zu sein!

Unsere kleinen geflügelten Freunde sind nämlich ein wesentlicher Bestandteil der weltweiten Nahrungsmittelproduktion und des Gleichgewichts der Ökosysteme. Das mag nach einer enormen Verantwortung für ein so kleines Insekt klingen, aber der Schlüssel für ihre wertvollen Dienste für den Planeten Erde und die Menschheit lässt sich durch den Prozess der Bestäubung verstehen. Die Bestäubung ist im Grunde die Art und Weise, wie sich die meisten Pflanzen dank der Hilfe von Insekten und anderen Tieren vermehren können, wobei Bienen bei weitem die Hauptrolle spielen.

Leider beeinträchtigen der Klimawandel, die Umweltverschmutzung und der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft die natürliche Beziehung zwischen Insekten und Pflanzen, was in den kommenden Jahren negative Folgen für die Menschen und die weltweite Artenvielfalt haben wird.

Wissenschaftler und andere Fachleute haben jedoch festgestellt, dass es möglich ist, den Bienen in unseren eigenen Gärten und auf unseren Balkonen zu helfen. Es gibt bestimmte Gartenstile und Pflanzenarten, die deinen Garten in eine Wellnessoase für Bienen und andere Bestäuberinsekten verwandeln. Es wird der Ort, an dem sie sich ausruhen, eine Nektarmahlzeit geniessen und ihre Batterien wieder aufladen können.

In diesem Artikel erfährst du, was du bei der Gartenarbeit tun und lassen solltest, damit du deinen Garten geniessen und gleichzeitig zum Schutz der Wildtiere beitragen kannst. Lies mit, mach dir Notizen und gestalte deinen Garten in einen bienenfreundlichen Unterschlupf um! Soviel sei gesagt: Du kannst mehr tun, als einfach nur bienenfreundliche Pflanzen anzubauen.

Und noch etwas: Du lebst in der Stadt und hast keinen Garten? Das ist keine Ausrede. Bienenfreundliche Pflanzen gibt es auch für den Balken. Bitte weiterlesen.

Zunächst einmal: Wie funktioniert die Bestäubung?

Eine Biene, die beim Bestäuben von Blumen Nektar isst.

Bienen beziehen ihre Nahrung und Nährstoffe aus dem Nektar, der von einer Vielzahl von Blütenpflanzen produziert wird. Indem sie sich von diesen Blüten ernähren, tragen die Bienen Pollenkörner in ihren flauschigen Körpern von einer Pflanze zur anderen. Dies ermöglicht die Befruchtung und löst die Produktion von Früchten, Samen und einer ganz neuen Generation von Pflanzen aus!

Das kann ein bisschen verwirrend sein, aber denk doch mal an das charakteristischste Merkmal von Pflanzen: Sie bewegen sich nicht und sind ihr ganzes Leben lang an einen Ort gebunden (ausser vielleicht in Herr der Ringe). Dieser Mangel an Mobilität hat sie gezwungen, sich auf äusserst kreative Weise weiterzuentwickeln. Die atemberaubende Schönheit und Vielfalt der Blumen, die wir Menschen so sehr schätzen, ist eigentlich nicht für uns, sondern für Insekten und Vögel bestimmt. Ihre Formen, Farben und Düfte sind kalkulierte Marketingstrategien, um die Aufmerksamkeit dieser Tiere zu erregen. Blumen können als Reklametafeln der Natur verstanden werden, die köstliches Essen anpreisen, im Austausch für den Verkupplungsservice, den Insekten ungewollt für Pflanzen anbieten.

Wir sollten für diese besondere Beziehung zwischen Pflanzen und Insekten sehr dankbar sein! Dank ihr können wir uns an schönen Blumen erfreuen, leckeres Obst und Gemüse essen und üppige Gärten haben, in denen wir unsere Freizeit verbringen können.

Warum sind Bienen so wichtig für uns und den Planeten?

Bienen sind mehr als nur Honig und schmerzhafte Stiche im Sommer! Sie sind ein wesentliches Element für das Funktionieren unseres Planeten. Hier sind zwei der wichtigsten Gründe, warum Bienen von allen geschätzt und geschützt werden sollten:

  • Nahrungsmittelproduktion: Man geht davon aus, dass etwa 75 % der Nutzpflanzen auf die Dienste verschiedener Tiere angewiesen sind, um bestäubt zu werden. Und unter diesen Bestäubern sind die Bienen die mit Abstand wichtigsten. Geniesst du Blaubeeren und Äpfel? Wie wäre es mit Kaffee? Kürbisse, Erdbeeren und Mandeln? Nun, all das können wir dank der Bienen geniessen! 
  • Artenvielfalt: Viele Pflanzenarten existieren dank spezifischer Beziehungen zu lokalen Bienen und anderen Insekten. Es ist ein äusserst fragiles Gleichgewicht, das gestört werden kann, wenn eines der Teile aus dem System entfernt wird. Die Artenvielfalt von Pflanzen ist mit einer gesunden Gemeinschaft von Bestäubern verbunden. Einige Orchideen beispielsweise können sich nur dank einer bestimmten Bienenart vermehren. Wenn dieses Insekt verschwindet, kann die Pflanze nicht mehr durch die Bestäubungsbeziehung geschützt werden.
Bienen sind für die Erhaltung der Vielfalt von Wildblumenpopulationen unerlässlich.

Was sind die wichtigsten Probleme, die Bienen bedrohen?

In den letzten Jahren ist die Bienenpopulation auf der ganzen Welt stark zurückgegangen. In Europa gibt es etwa 2’000 Wildbienenarten, von denen 10 % gefährdet sind und ein Drittel der europäischen Bienenpopulationen im Rückgang begriffen ist. Hier sind einige der Gründe für dieses globale Problem:

  • Zerstörung von Lebensräumen: Seitdem Prärien mit Wildblumen durch ausufernde Betonstädte und Monokulturen ersetzt wurden, haben es Bienen schwer, verlässliche Nahrungsquellen zu finden, was weltweit zu einem Anstieg des Bienensterbens führt.
  • Einsatz chemischer Pestizide: Chemische Substanzen, die zur Abwehr verschiedener Schädlinge eingesetzt werden, haben kollaterale Auswirkungen auf die Bienenpopulationen. Wenn Bienen Blüten von Pflanzen fressen, die mit giftigen Pestiziden behandelt wurden, können sie leicht sterben oder diese negativen Auswirkungen sogar in ihren Bienenstock tragen und noch mehr negative Auswirkungen hervorrufen.
  • Klimawandel: Der Anstieg der Temperaturen wirkt sich auf Bienen und andere Bestäuber aus. Einige Wildbienen können nur in ganz bestimmten Klimazonen überleben. Wenn Pflanzen früher als normal blühen, bedeutet das auch, dass ganze Insektenpopulationen eine ganze Saison lang keine Nahrung mehr finden können. Parasiten aus tropischen Gebieten können Insekten aus gemässigten Klimazonen befallen, was zu einem radikalen ökologischen Ungleichgewicht führt.

Mit diversen Projekten und Initiativen wird versucht, die Bienen zu schützen. Dazu gehören z.B. freethebees.ch, IG Wilde Biene und vor Jahren wurde es auch mal im Parlament diskutiert. Du kannst aber auch selber aktiv werden, indem du bienenfreundliche Pflanzen anpflanzt und noch einiges mehr. Einfach weiterlesen.

Wie du Bienen durch Gartenarbeit helfen kannst

Nachdem du alle Grundlagen über Bienen, Bestäubung und die ökologischen Probleme, die diese erstaunlichen Insekten bedrohen, erfahren hast, bist du bereit, praktische Informationen darüber zu erhalten, was du tun kannst, um zu helfen und die Situation zu ändern. Hier sind die Dinge, die du in deinem Garten, auf deinem Balkon, deiner Dachterrasse oder in deinem Blumenkasten tun und die du vermeiden solltest:

Diese Dinge solltest du tun

  • Entscheide dich für einheimische Wildblumen: Wenn du Pflanzen auswählst, die auf natürliche Weise in deiner Gegend wachsen, brauchen sie weniger Aufmerksamkeit, werden von den Bienen und Insekten vor Ort geschätzt und du baust einen nachhaltigen Garten an, da sie weniger Wasser und Dünger benötigen. Im Grunde lässt du die Natur ihre eigene Arbeit machen! Einheimische Wildblumen gehören sind sehr oft auch bienenfreundliche Pflanzen.
  • Lass die Blumen das ganze Jahr über blühen: Es ist durchaus möglich, das ganze Jahr über Blumen zu pflanzen, was von den Bienen sehr geschätzt wird. Du musst nur den Garten planen und die Saisonalität der Pflanzen berücksichtigen, die du anbauen willst. Narzissen und Tulpen sind perfekt für den Frühling; Zinnien, Sonnenhut und Rosen sind klassische Sommerblumen; Astern und Stiefmütterchen im Herbst; Aronia und Schneeglöckchen sind tolerant gegenüber niedrigen Temperaturen und Schnee im Winter.
  • Versuche, Obstbäume zu pflanzen: Bäume sind eigentlich auch Blumen… zumindest haben sie Blumen und sind somit auch sehr bienenfreundliche Pflanzen. Nicht nur, dass du köstliches und frisches Obst in deinem Garten hast, Bienen sind auch sehr dankbar für blühende Bäume wie Äpfel, Pfirsiche, Birnen, Mandeln und Pflaumen. Bäume sind auch ein idealer Unterschlupf für Insekten und Vögel.
Apfelbäume (die zur gleichen Pflanzenfamilie wie Rosen gehören!) sind eine hervorragende Möglichkeit, um frisches Obst in deinem Garten zu haben und deine Bienen zu ernähren.
  • Wenn es duftet, wird es ein Hit sein: Bienenfreundliche Pflanzen sind nicht nur schön fürs Auge, sondern auch ein Genuss für die Nase. Lavendel, Basilikum, Zitronenmelisse, Thymian, Borretsch, Majoran, Minze, Fenchel, Schnittlauch und Ysop sind nur einige der Möglichkeiten, die du hast, um deinen Garten viel duftender und attraktiver für Bienen zu machen.
  • Bienen werden frisches Wasser zu schätzen wissen: Nach einer langen Reise sind die Bienen durstig und brauchen eine Quelle mit frischem und sauberem Wasser. Nimm eine flache Schale oder einen Behälter und lege ein paar Steine und Kieselsteine hinein (Bienen brauchen einen Platz zum Landen; in tieferen Behältern oder Teichen können sie leicht ertrinken) und fülle ihn dann mit sauberem Wasser. Wenn du ihn an einem Ort mit hoher Bienenaktivität aufstellst, wird er im Handumdrehen zu einem beliebten Treffpunkt.
  • Installiere ein Insektenhotel: Insektenhotels sind Konstruktionen aus Holz und anderen Materialien, die Nistplätze für bestimmte Insektenarten bieten. Solitärbienen unterscheiden sich von den bekannten Honigbienen, da sie nicht in Gemeinschaften leben. Sie bauen ihre Nester direkt im Boden oder graben Löcher in Holz. Du kannst sie kaufen oder selbst bauen! Recherchiere einfach und baue die richtige Art von Insektenhotel für die Insekten, die in deiner Gegend herumfliegen.
Insektenhotels gibt es in verschiedenen Grössen und Ausführungen. Achte darauf, dass sie für die einheimischen Arten, die in deiner Gegend leben, geeignet sind.
  • Probiere die Ästhetik der “wilden Prärie” aus: Der berühmte niederländische Gartendesigner Piet Oudolf hat die weltweiten Gartentrends revolutioniert, indem er sich auf die Verwendung von Stauden und Wildgräsern konzentrierte. Diese “wilde Prärie”-Ästhetik wird derzeit international sehr geschätzt, und du kannst sie in deinem eigenen Garten nachahmen! Sowohl deine menschlichen als auch deine insektenfreundlichen Nachbarn werden es lieben. Ein Paradies voller bienenfreundlicher Pflanzen.
Ein von Piet Oudolf entworfener Garten in Utrecht, Niederlande.
  • Füge einige Kletterpflanzen hinzu: Kletterpflanzen sind auch eine perfekte Unterschlupf- und Ruhequelle für Insekten und Bestäubervögel. Vertikale Kletterpflanzen sind eine tolle Möglichkeit, begrenzten Platz zu nutzen. Glyzinien und Geissblatt sind zwei Beispiele für Kletterpflanzen, die von Bienen geliebt werden.
  • Vielfalt ist der Schlüssel: Eine grosse Vielfalt an Blumen, Sträuchern und Bäumen ist der beste Weg, um Bienen und anderen Bestäubern ein sicheres Umfeld zu bieten, denn es ahmt ihre eigentlichen Lebensräume nach und bietet ihnen einen bequemen Unterschlupf. 
  • Lass das Gemüse blühen: Das Abschneiden von Blüten ist eine bekannte Methode, um eine Pflanze dazu zu bringen, ihre gesamte Energie in nur wenige Früchte oder Gemüse zu stecken. Leider fallen dadurch viele Nahrungsquellen für Bienen weg. Lass dein Gemüse zur Abwechslung mal blühen! 

Diese Dinge solltest du vermeiden

  • Verwende keine chemischen Pestizide und Herbizide: Das Schlimme an dieser Art von Produkten ist, dass sie jede Art von Insektenleben in deinem Garten vernichten, sogar die nützlichen Insekten. Wenn du in der Nähe eines Waldes wohnst, kann dies auch das ökologische Gleichgewicht der umliegenden Ökosysteme beeinträchtigen. Wenn du ein Schädlingsproblem hast, kannst du es mit biologischen Produkten wie ätherischen Ölen, Knoblauch, Essig, Castile-Seife, Pfeffer oder Bittersalz versuchen. 
  • Kaufe keine behandelten Pflanzen: Die meisten Nutzpflanzen auf der Welt und einige der in Gartencentern und Baumschulen verkauften Pflanzen sind mit Neonicotinoiden (auch Neonics genannt) vorbehandelt, einer Art von Pestiziden, die das Nervensystem von Insekten angreifen. Das ist eine sehr schlechte Nachricht, da diese Substanzen auch nützliche Insekten wie Bienen, Hummeln und Wespen angreifen. Wenn du Pflanzen oder Saatgut kaufst, solltest du die Etiketten überprüfen oder das Gärtnereipersonal fragen, ob sie mit Neonics vorbehandelt wurden. Die Verwendung dieser Stoffe wird mit dem weltweiten Zusammenbruch von Insektenkolonien in Verbindung gebracht und einige Länder haben ihren Einsatz in der Landwirtschaft verboten.
  • Vermeide nach Möglichkeit Rasenflächen: Ein perfekter Rasen sieht zwar schön aus, hat aber leider sehr negative Folgen für die Umwelt. Sie müssen ständig bewässert und gepflegt werden und beanspruchen grosse Flächen, die voller einheimischer Wildblumen sein könnten, die für Bestäuber nützlich sind. Gras ist zwar auch eine Pflanze, aber nicht eine bienenfreundliche Pflanze.
  • Verzichte auf das ständige Jäten und Mähen: Viele Insekten bauen ihre Nester direkt im Boden. Ständiges Mähen stört diesen Nistprozess. Einige gängige Unkräuter wie Löwenzahn werden von Bienen sehr geschätzt. Wenn du also jätest, entfernst du auch bienenfreundliche Pflanzen.
Auch wenn ein Rasen der perfekte Ort für ein Sommerpicknick ist, sollten wir anfangen, die Schönheit einer “wilderen” Version eines Hausgartens zu schätzen. Merke: bienenfreundliche Pflanzen haben immer Blüten!

Top 10: Bienenfreundliche Pflanzen, die auch Gärtner lieben

Endlich. Du hast es geschafft. Hier die Liste “Bienenfreundliche Pflanzen”. Aber bitte nicht nur die Liste durchschauen und dich an den schönen Bildern freuen, sondern auch handeln!

Bienenfreundliche Pflanzen:  Borretsch, Rosen, Lavendel
Borretsch, Rosen, Lavendel
  • Borretsch (Borago officinalis): einjähriges Kraut, das für seine kulinarische und medizinische Verwendung geschätzt wird. Die schönen blauen Blüten sind essbar und schmecken süß wie Honig! Sie werden häufig von Bienen und Schmetterlingen besucht.
  • Rosen: Rosen sind ein Gartenklassiker und wichtige Pollenfabriken. Wähle einige Wildrosen, die offener sind und weniger Blütenblätter haben, damit Bienen und andere Insekten sie leichter erreichen können.
  • Lavendel (Lavandula): Eine duftende Pflanze, die weltweit geschätzt wird und ein Muss für jeden mediterranen Garten ist. Er ist bekannt dafür, dass er volle Sonne liebt und wunderschöne lila Blüten hat. Du kannst die Blüten zur Herstellung von Kräutertees, Potpourris und ätherischen Ölen verwenden.
Katzenminze, Heliotropium, Goldkörbchen

Und hier sind nochmals 3 bienenfreundliche Pflanzen

  • Katzenminze (Napeta racemosa): Diese Pflanze wird von Bienen geliebt und ist, wie der Name schon sagt, auch für unsere katzenartigen Freunde sehr attraktiv! Sie wird auch zur Abschreckung von Schädlingen verwendet. Sie ist extrem tolerant und braucht keine besondere Pflege. Sie wächst wie verrückt! So ist dein Garten im Handumdrehen mit diesen wunderschönen violetten Blüten gefüllt.
  • Heliotropium (Heliotropium arborescencs): Mit Blüten, die von dunkelviolett bis weiss reichen und einem Duft, der als eine Mischung aus Kirsche und Vanille beschrieben wird. Diese Pflanze ist bei Bienen und Schmetterlingen sehr beliebt. Sie ist in Gärten im Landhausstil zu finden. Wenn du eine wunderschöne Blüte erreichen willst, solltest du deinem Heliotrop viel Sonne am Morgen und Schatten am Nachmittag sowie konstante Feuchtigkeit und einen gut durchlässigen Boden geben.
  • Goldkörbchen (Aurinia saxatilis): Es ist eine hübsche, niedrig wachsende Pflanze mit auffälligen gelben Blüten, die für eine ständige Anzahl von Bienenbesuchern in deinem Garten sorgen wird! Du kannst mit dieser Pflanze grosse Flächen bedecken, Hochbeete gestalten oder sie in einen Steingarten einbauen. Wenn du einen Balkon oder ein Fenster mit viel Sonne hast, kannst du das Goldkörbchen auch in Kübel und Töpfe pflanzen, da es sehr gut wächst.
Bienenfreundliche Pflanzen: Gartenlobelie, Echinacea (Sonnenhut), Rittersporn, Löwenmäulchen
Gartenlobelie, Echinacea (Sonnenhut), Rittersporn, Löwenmäulchen

Und hier kommen noch mehr bienenfreundliche Pflanzen.

  • Gartenlobelie (Lobelia reins): Diese krautige Staude mit ihren schönen blauen Blüten ist perfekt für einen kleinen Buchsgarten auf dem Balkon. Sie lieben Schatten, also kannst du sie unter grössere Bäume oder Sträucher pflanzen. Neben Insekten werden sie auch von Kolibris geliebt.
  • Echinacea (Sonnenhut): Wenn du einen Garten im Prärie-Stil anlegen willst, sind Echinacea (Sonnenhut) oder Sonnenhutblumen perfekt, um dramatische Farbtupfer zu setzen. Sie wachsen sehr gut in voller Sonne und können sogar als Nahrungsmittel oder Medizin verwendet werden!
  • Rittersporn: Diese vertikalen, dramatischen Blüten sind ein Klassiker der britischen Cottage-Gärten und werden oft von Bienen und Hummeln besucht. Leider brauchen sie viel Pflege, um gut gedeihen zu können. Sie müssen ständig gefüttert werden, brauchen einen gut durchlässigen Boden und müssen vor Schädlingen geschützt werden. Wenn du ein engagierter Gärtner bist, könnte das Anpflanzen von Rittersporn deine nächste Herausforderung sein!
  • Löwenmäulchen (Antirrhinum majus): Eine schöne und robuste Pflanze, die auch Frost verträgt und eine sehr lange Blütezeit hat. Es gibt sie in einer Vielzahl von Farben und sie sind im Vergleich zu Rittersporn recht einfach zu kultivieren. Diese Pflanzen sind im Mittelmeerraum beheimatet, wo sie sogar in Mauerritzen und anderen zufälligen Stellen wachsen können.

Viele dieser Blumen lieben es auch in einem Topf und sind somit auch noch bienenfreundliche Balkon Pflanzen.

Brauchst du noch mehr Inputs für bienenfreundlich Pflanzen? Dann kann ich dir dieses Video “52 bienenfreundliche Pflanzen für Ihren Garten” von empfehlen.

Fazit

Wie du siehst, gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, wie du Bienen und anderen Bestäuberinsekten durch deine Garten- oder Balkonarbeit helfen kannst. Es kann auch eine Gelegenheit sein, deinen Garten, deinen Balkon oder deine Blumenkästen neu zu gestalten und eine andere Art von Nähe zu Pflanzen und der Natur im Allgemeinen zu geniessen. Vergiss nicht: Bienenfreundliche Pflanzen sind nützlich UND sehen schön aus. Eine weitere effektive (und leckere) Möglichkeit, wie du helfen kannst, ist der Kauf von Honig und anderen Bienenprodukten bei lokalen Erzeugern. Sprich mit ihnen, denn ich bin sicher, dass sie dir ein paar Insider-Tipps geben können, wie du mehr Bienen in deinen Garten locken kannst.

Auch durch bewusstes Einkaufen kannst du dich für die Bienen einsetzen. Achte darauf, dass dein Gemüse und Obst aus biologischem Anbau stammt, denn so unterstützt du Erzeuger, die keine Pestizide und Herbizide verwenden, und das hält Bienen und Insekten gesund. Wenn du einen Gemeinschaftsgarten in deiner Nachbarschaft hast, solltest du über diese Ideen sprechen und die Liebe zu den Bienen mit allen teilen. Lass uns wissen, welche Erfahrungen du mit Bienen in deinem eigenen Garten gemacht hast und welche Ideen oder Tipps du hast. Wir hoffen, dieser Beitrag hat dich inspiriert und dein Garten wird sich dieses Jahr in ein Bestäuberparadies verwandeln!

Und zu guter Letzt: Wenn du das nächste Mal bei Freunden zu Besuch bist, dann bring doch einfach ein paar bienenfreundliche Pflanzen für den Balkontisch mit. Wenn du dazu auch noch ein Bienenwachstuch Starterset verschenkst, bist du sicher ein gern gesehener Gast :-).

Update 11.05.2022: Dieser Beitrag wurde vom Verlagshaus Twinkl in ihren Artikel zum Thema Bienenschutz empfohlen.

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