Zero Waste vor Ort: FÜLLbar – Gutes Unverpackt

In unserer Serie Zero Waste vor Ort stellen wir in regelmäßigen Abständen lokale Läden und Initiativen rund um nachhaltigen Lebensstil vor. Heute stellen wir euch die FÜLLbar – Gutes Unverpackt in Rüegsauschachen vor. Du findest den Laden in der alte Lützelflühstrasse 2, 3415 Rüegsauschachen. Er ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.30 – 11.30 Uhr geöffnet. Donnerstag und Freitag zusätzlich von 14.00 – 18.00 Uhr und Samstag von 08.30 – 16.00 Uhr geöffnet.

Seit wann gibt es euren Laden? Wir konnten trotz Corona-Lockdown 😉 am 16.Mai 2020 unseren Laden eröffnen. Uns gibts also schon bald sechs Monate lang!

Was für ein Angebot erwartet die Kunden bei euch im Laden?
Im FÜLLbar finden die Kunden fast alles 😉 Wir bieten ein breites Sortiment an Trockenprodukten an, also Lebensmittel, die nicht schnell verderben. Bei uns findet man kein Gemüse und keine Milch- und Fleischprodukte, diese sind aber alle innerhalb weniger Minuten in der Dorfkäsi, der Dorfmetzg oder dem Hofladen erreichbar.
Ausserdem bieten wir Reinigungsartikel und Putzmittel zum wiederauffüllen an, Hygieneartikel und diverse Produkte im Bereich Zero Waste.
Bald gibt es bei uns auch eine Kaffeecke, in der gemütlich etwas getrunken werden kann.

Was ist eure Idee und Vision?
Wir möchten das Abfall-Vermeiden einfacher machen und die Möglichkeit bieten, ganz praktisch im Alltag weniger Müll produzieren zu können. Mit dem Laden möchten wir auf die Abfallproblematik aufmerksam machen und sensibilisieren.
Längerfristig ist es uns auch ein Herzensanliegen, einen Arbeitsplatz im
Laden schaffen zu können, um einer Person den Wiedereinstieg in den Berufsalltag zu erleichtern.

Gibt es viele Menschen, in eurer Stadt, die umweltbewusst leben?
Wir leben hier ländlich, regionale Produkte sind vielen Menschen wichtig. Viele leben umweltbewusst und machen sich Gedanken um die Zukunft.

Was ist euer kleiner Tipp um im Alltag Ressorucenschonend zu leben?
Ich habe immer Tüten und Stoffsäckli mit dabei, und war schon oft froh, spontan etwas kaufen zu können ohne ein Säckli mitkaufen zu müssen. Zum Beispiel im Hofladen, auf dem Märit, aber auch im Migros oder sonst in einem Laden. Natürlich sind Bienenwachstücher auch superpraktisch im Alltag zu Hause, um Resten abzudecken oder das Znüni der Kinder einzupacken. Selber machen ist auch ein Supertipp, aber das braucht halt immer Zeit… 😉

Wo fällt euch nachhaltiges Leben noch besonders schwer? Und was gebt ihr Anfängern auf den Weg?
Für mich ist es manchmal herausfordernd, wenn sich die Kinder Sachen wünschen, die nicht wirklich ökologisch sind. Das Mass von “du darfst auch mal etwas haben, das nicht ressourcenschonend ist” und doch dem Vermitteln von einem bewussten Konsum finde ich manchmal herausfordernd. Oder wenn Freunde so gar nicht gleich denken wie ich, wie viel sage ich, wie viel nicht?
Was ich mir selber immer wieder sagen muss, und dies wäre dann auch der Tipp für Anfänger 😉 Auch kleine Schritte sind Schritte in die richtige Richtung. Überfordere dich nicht, fange klein an und sei barmherzig mit dir 😉

Was sind eure Pläne für die Zukunft?
Wir möchten unser Dorf weiter prägen, sensibilisieren und wünschen uns noch viele Mitmenschen, die mehr und mehr “füllen statt müllen” 😉
Auch die Kaffeecke soll ein Ort voller Leben und Begegnungen werden!
Und wie oben schon erwähnt, wünschen wir uns, hier im Laden einen geschützten Arbeitsplatz für den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu schaffen.

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